Förderung für Öko-Strom wird teurer

Bald 50 Euro pro Haushalt im Jahr.
Wien. Die Kosten für Ökostrom in Österreich werden in den kommenden Jahren weiter steigen. Derzeit zahlt ein Haushalt im Durchschnitt 35 Euro jährlich für die Subvention "grünen Stroms", bis 2015 dürften es knapp 50 Euro sein, schätzt die E-Control. Bis dahin soll nämlich der Öko-Anteil an der heimischen Stromversorgung von elfeinhalb auf 15 Prozent steigen. Heuer kostet allein die Förderung über Einspeiseentgelte gut 350 Millionen Euro, 2011 dürften es durch Neuanlagen um 20 Millionen Euro mehr sein. Samt Investitionszuschüssen kommt man schon heuer auf 400 Millionen Euro.
Teurer Biomasse-Strom
Als besonders teuer und daher problematisch sieht der Energieregulator Strom aus Biogas an. Biomasse erfordere deutlich mehr Subventionen als Windkraft, obwohl der Strom-Output etwa der gleiche sei. Biomasse (Holz) sollte daher stärker zur Wärmenutzung – als Ersatz für Ölheizungen – eingesetzt werden. Biogas zur Stromgewinnung einzusetzen, sei besonders unwirtschaftlich und teils teurer als Photovoltaik.
Printausgabe vom Samstag, 11. September 2010
Online seit: Freitag, 10. September 2010 20:37:17
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